25 Jahre Kunstverein Schwerte
Vernissage
"≤ Prolog ≥", 12. Februar 2012, 11:00 Uhr im Kunstverein im Wuckenhof
Die Ausstellung läuft vom 13. Februar bis zum 25. März.
Vernissage
"≤ Dialog ≥" 16. Februar 2012, 18:30 Uhr in der Sparkasse Schwerte, Schalterhalle, Am Postplatz
Die Ausstellung ist bis zum 25. März in der Sparkasse Schwerte zu sehen.
Finissage
Zur Finissage dieser Ausstellungskooperation von Kunstverein und Sparkasse steht am Samstag, 24. März, um 17 Uhr im Ruhrtalmuseum ein Werkvortrag und Künstlergespräch mit Thomas Klegin auf dem Programm.
Mit der Einzelausstellung " ≤ Prolog ≥ " würdigt der Kunstverein Schwerte den Künstler Thomas Klegin in einer umfangreichen Werkschau in seiner Heimatstadt. Gezeigt werden unter anderen teils unbekannte oder selten gezeigte Arbeiten sowie herausragende, prägnante Zeichnungen, die eine wichtige Rolle im Gesamt-werk einnehmen. Klegin zählt zu den prägenden zeitgenössischen Künstlern. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen bedacht.
Die Werkschau verfolgt dabei keinen vordergründig, retrospektiven Blick auf das Gesamtwerk des Künstlers. Sie will das beständige Beziehungsgefüge der oftmals nebeneinander geführten Werkphasen und Einzelprojekte sowie die dabei immer wieder zum Ausdruck kommende abstrakte Materialien- und Formensprache der von Klegin bevorzugten Materialien kontextuell ins Bewusstsein stellen.
Ausgehend von Materialbildern und -objekten sowie Orts- und raumbezogenen Bodenskulpturen aus Kiefernnadeln, die Anfang der 1990er Jahre entstanden sind, plant Klegin nun erstmals für diese Ausstellung eine Kiefernnadeln-Installation für einen der drei Ausstellungsräume des Kunstvereins im Wuckenhof. Präsentiert werden soll zudem ein bis dato nicht gezeigter Materialzeichnungszyklus aus den späten 1980er Jahren. Eine weitere geplante Installation sowie ein Skulptur-Objekt setzt eine Auswahl der in den frühen 1990er Jahre entstandenen minimalistischen Materialbildobjekte aus industriellen Halbzeugen sowie die immer wieder für seine ortsspezifischen Installationen zum Einsatz kommenden Alltagsobjekte in Beziehung.
Raub der Flammen
Dass die Ausstellung überhaupt zustande kommen kann, ist dem hohen Engagement von Thomas Klegin zu verdanken, denn vor drei Jahren wurde sein Atelier in der Schwerter Eintrachtstraße ein Raub der Flammen. Über 60 Wehrleute bekämpften damals das Feuer. Das künstlerische Gesamtwerk aus 20jähriger Tätigkeit war dennoch nicht zu retten.
Die Jubiläumsausstellung möchte der Kunstprofessor gleichzeitig zum Anlass nehmen, im Rückblick auf seine nunmehr 15-jährige Hochschullehrertätigkeit an den Design-fakultäten der Fachhochschule Dortmund und an der Hochschule Niederrhein in Krefeld die kreativen Wechselwirkungen von Kunst und Design exemplarisch aufzuzeigen.
Parallel zur Ausstellung im Kunstverein Schwerte soll in der Sparkasse Schwerte die kontrastreiche Übersichtsschau "≤ Dialog ≥ " die Schnittstellen von Kunst und Design anhand einer Auswahl von Studienergebnissen ehemaliger und aktueller Studieren-der vorgestellt werden. Ein medialer Crossover von Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, Designobjekten und Installationen soll einen facettenreichen Einblick in die individuelle und experi-mentelle Arbeitsweise bieten, mit der die Studierenden ihren persönlichen Stil entwickeln lernen.
"Der Zopf ist ab"
Eine Publikation zur Konfirmation, Lebensgeschichte in Bildern, Interviews und Dokumenten
Der Zopf ist ab - das steht als Symbol für den Übergang vom Kind zum Erwachsenen und damit auch für die Konfirmation als Fest, das diesen Einschnitt lange Zeit dokumentierte.
Das Buch zeigt zunächst anhand historischer Quellen auf, wie sich die Familienfeier im 19. Jahrhundert etablierte und weiter entwickelte.
Dann geben fünfzig Interviews von Zeitzeugen, die von 1934 bis 1983 konfirmiert wurden, Auskunft über die Bedeutung des Festes für die persönliche Lebensgeschichte. Auch Zeitgeschichte wird dabei lebendig. Besonders interessant sind Schilderungen von Feiern während der Zeit des Nationalsozialismus. Der Aufbruch in die Moderne in den 50er und 60er Jahren - das zeigen weitere Fotos und Erinnerungen - zog das Abschneiden alter Zöpfe bei der eigenen Lebensplanung nach sich. Ein Besuch bei Konfirmanden des Jahres 2008 gibt Auskunft über die Frage, wie sich der Konfirmandenunterricht und die Anforderungen an das Erwachsenwerden gewandelt haben.
Das Projekt wurde 2006 durch eine Ausstellung des Ruhrtalmuseums zum Thema Konfirmation angeregt. Die Autorin Christine Schönebeck ist freiberufliche Volkskundlerin und Mitinitiatorin der Ausstellung.
Schönebeck, Christine: Der Zopf ist ab. Konfirmation und Lebensgeschichten in Bildern, Interviews und Dokumenten. Hrsg. Das Ruhrtalmuseum, Prowiss-Verlag Gladbeck, 2008. ISBN-13 978-3-9810287-3-4
Das Buch ist über das Ruhrtalmuseum für 10 Euro plus Porto erhältlich.










