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Kontakt

Das Ruhrtalmuseum

Kultur- und Weiterbildungsbetrieb

- KuWeBe -

Brückstraße 14

58239 Schwerte

Tel. 02304-104822

Fax 02304-104824

e-Mail

Öffnungszeiten

Di. bis So. 11 bis 17 Uhr

Mo. u. ges. Feiertage geschl.

Auf Bährens' Spuren

Vom 15. bis zum 30. August ist die Ausstellung im Ruhrtalmuseum zu sehen.

Am 1. März 2015 jährte sich zum 250. Mal der Geburtstag von Johann Christoph Friedrich Bährens. Dieses Jubiläum nahmen die Klassen 9a, 9b sowie 7a des Friedrich-Bährens-Gymnasiums zum Anlass, sich im Rahmen ihres Geschichtsunterrichtes näher mit dem Leben und Wirken des Universalgelehrten zu beschäftigen. Nach eingehender Recherche stellten die Schülerinnen und Schüler wissenswerte Informationen rund um die berühmte Schwerter Persönlichkeit zusammen und veranschaulichten Bährens' facettenreiches Leben in Form von Plakaten.

Die Schülerinnen und Schüler zeichneten nicht nur den Lebensweg des aus Meinerzhagen stammenden Hofrates nach, sondern setzten sich auch intensiv mit dessen vielfältigen Tätigkeitsfeldern als Stadtrat, Pfarrer, Alchemist, usw. auseinander.

Vor allem stellten die Klassen aber Friedrich Bährens besondere Bedeutung für die Stadt Schwerte heraus. Bei ihren Nachforschungen gingen sie unter anderem der Frage nach, inwiefern der Universalgelehrte auch heute noch in Schwerte "präsent" ist. Möchte man sich auf die Spuren Friedrich Bährens begeben, bilden das 1952 nach ihm benannte Schwerter Gymnasium, das schieferverkleidete Bährenshaus in der Kötterbachstraße oder auch der Kirchhof der St.-Viktor-Kirche - neben weiteren Stationen - mögliche Anlaufpunkte.

Ob nun weithin sichtbar oder eher unsichtbar, fest steht, dass Johann Christoph Friedrich Bährens mit seinem Wirken Schwerte nachhaltig beeinflusst hat, darum gilt es die Erinnerung an ihn und seine Leistungen auch zukünftig aufrechtzuerhalten und zu würdigen.

Zu diesem Zweck veranstaltet das Friedrich-Bährens-Gymnasium in Kooperation mit dem Ruhrtalmuseum eine Ausstellung unter dem Titel "Auf Bährens' Spuren". Vom 15. bis zum 30. August sind die Exponate im Ruhrtalmuseum zu sehen, die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet am Dienstag, den 18. August um 11 Uhr im Ruhrtalmuseum statt.

"Der Zopf ist ab"

Eine Publikation zur Konfirmation, Lebensgeschichte in Bildern, Interviews und Dokumenten

Der Zopf ist ab - das steht als Symbol für den Übergang vom Kind zum Erwachsenen und damit auch für die Konfirmation als Fest, das diesen Einschnitt lange Zeit dokumentierte.

Das Buch zeigt zunächst anhand historischer Quellen auf, wie sich die Familienfeier im 19. Jahrhundert etablierte und weiter entwickelte.

Dann geben fünfzig Interviews von Zeitzeugen, die von 1934 bis 1983 konfirmiert wurden, Auskunft über die Bedeutung des Festes für die persönliche Lebensgeschichte. Auch Zeitgeschichte wird dabei lebendig. Besonders interessant sind Schilderungen von Feiern während der Zeit des Nationalsozialismus. Der Aufbruch in die Moderne in den 50er und 60er Jahren - das zeigen weitere Fotos und Erinnerungen - zog das Abschneiden alter Zöpfe bei der eigenen Lebensplanung nach sich. Ein Besuch bei Konfirmanden des Jahres 2008 gibt Auskunft über die Frage, wie sich der Konfirmandenunterricht und die Anforderungen an das Erwachsenwerden gewandelt haben.

Das Projekt wurde 2006 durch eine Ausstellung des Ruhrtalmuseums zum Thema Konfirmation angeregt. Die Autorin Christine Schönebeck ist freiberufliche Volkskundlerin und Mitinitiatorin der Ausstellung.

Schönebeck, Christine: Der Zopf ist ab. Konfirmation und Lebensgeschichten in Bildern, Interviews und Dokumenten. Hrsg. Das Ruhrtalmuseum, Prowiss-Verlag Gladbeck, 2008. ISBN-13 978-3-9810287-3-4

Das Buch ist über das Ruhrtalmuseum für 10 Euro plus Porto erhältlich.